Der Balserbauer-Hof, so der Hofname, steht seit über 100 Jahren in der Hauptstraße 17 in Waldstetten und wird seit jeher von der Familie Mader geführt.

 

Die Maders lassen sich auf Zuwanderer aus Südtirol nach dem Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) zurückführen und haben immer schon Landwirtschaft betrieben.

Uropa Alois mit dem strammen Zuchtbullen

Unser „Opa Wille“ hat in den 80er Jahren den Weg aus dem Ort heraus gewagt und als einer der ersten in Waldstetten einen Schweinestall samt Getreidelager gebaut. Zu den 20 Milchkühen und Jungrindern kamen damit noch 360 Schweine. In den 90er Jahren entdeckte Oma Anneliese ihre Leidenschaft für Hühner und den Eierverkauf. In den Spitzenzeiten wurden 350 Hühner in drei Ställen in Bodenhaltung versorgt.

2006 übernahm der jüngste Sohn Mathias den Hof. Beruflich in Oberbayern gebunden, musste der Tierbestand rigoros zurückgefahren werden. Dem Opa blieben die Hühner und der Ackerbau. Mit der Familiengründung 2007 und dem ersten Kind kam das Heimweh und Mathias und seine Frau Katrin entschlossen sich, wieder in Waldstetten sesshaft zu werden. Das Holzhaus war schnell gebaut und bald darauf auch schon der erste Stall (2011): Schafe sollten die Obstbaumwiese hinter dem Haus beweiden. Platz war noch genügend da und so folgte 2013 auf den Schafstall ein Hühnerstall für das stolze Hühnervolk der „Jungbäuerin“. Von Anfang an wurde auf Platz und Freilauf Wert gelegt, die Qualität der Eier sprach für sich!

Auch die ersten Brutversuche im kleinen Apparat im Keller gelangen und machten vor allem auch den mittlerweile drei Kindern und deren Freunden große Freude! Und mit den Kindern wuchsen auch die Freiräume der „Jungbäuerin“, die sich sehr gut vorstellen konnte, mehr auf dem landwirtschaftlichen Betrieb zu arbeiten. Ein Brutschrank wurde angeschafft, damit die Hühner und „Göckel“ nicht mehr wie bisher zugekauft werden mussten, sondern auf dem eigenen Betrieb schlüpfen konnten. Der eigentlich für Enten gedachte Stall wurde zur Junghennenaufzucht umfunktioniert. Die Schafe (mittlerweile eine kleine Herde von 20 Mutterschafen und einem Bock) bekamen einen größeren Stall im Bereich des Aussiedlerhofes, Kühe konnten auf der Obstbaumwiese Einzug halten…

Die Entscheidung fiel dann Ende 2016, dass der Betrieb, wenn schon, dann auch ökologisch weiter bewirtschaftet werden sollte. Seit 1.1.2017 untersteht der Balserbauer-Hof der Zertifizierung zum Öko-Betrieb (DE-BY-006-47530-AD), seit Frühjahr 2018 gehören wir zum Verband der Naturland-Betriebe, die sich noch strengeren ökologischen Richtlinien unterziehen. Seit August 2018 dürfen wir unsere Eier, Hühner und Lämmer als Bio-Produkte verkaufen. Und seit 01.01.2019 ist der komplette Betrieb samt Felderwirtschaft offiziell bio!