Begonnen haben wir 2011 mit drei Schafen der Rasse Coburger Fuchs.
Heidi, Molly und Liesl sind die Mamas unserer kleinen Herde, ein Jahr später kam dann unser allererster Bock Fritzi dazu.
Die Rasse ist selten und muss unbedingt erhalten bleiben, ihre Vorzüge sind nämlich ganz offensichtlich: Die Schafe lammen sehr leicht und haben meist nur so viel Lämmer, wie sie auch selbst aufziehen können (wobei es unsere Molly 2017 auch schon mit Drillingen aufgenommen hat!).
Coburger Fuchsschafe sind in der Wahl ihres Futters sehr anspruchlos. Was aber nicht heißt, dass sie sich nicht lautstark über ihre täglichen Hafer- und Luzerne-Cobs-Rationen freuen.
Zusätzlich zur grünen Wiese steht den Schafen immer Heu und Wasser zur Verfügung. Wir verzichten bewusst auf Silofutter, weil wir glauben, dass das den exzellenten Geschmack des Lammfleisches verfälscht.
Unsere Lämmer kommen im Januar/Februar auf die Welt, mit acht bis zwölf Monaten geht es dann zum Schlachter.
Wann es wieder schlachtfrisches Lammfleisch gibt, erfahrt ihr hier.
Zu unseren Damen gesellt sich ab Juli 2023 ein neuer Zuchtbock: Hercules vom Zuchtbetrieb Schauer in Ziemetshausen. Er ist gekört und ist der Grundstein für unseren Weg zum Herdbuchzuchtbetrieb.
Unsere Herde wird seit Ende 2024 in der Herdbuchzucht geführt und ist im Frühjahr 2026 auf 16 Muttertiere, 3 Einjährige und 1 Alt- und 1 Jungbock angestiegen. Die Lammsaison 2026 war sehr erfolgreich und bescherte uns 26 Lämmer.
Seit 2020 hat die Balserbäuerin eine neue Leidenschaft: das Krainer Steinschaf. Die Rasse gehört zu den ältesten Schafrassen des Alpenraumes – ursprünglich aus Slowenien, wo die Krainer immer noch traditionell als Milchschafe gehalten. Das Krainer Steinschaf ist eine vom Aussterben bedrohte Rasse.
Wir waren im südlichen Bayern unterwegs und haben vier Mädels (B- und R-Linie) und einen stattlichen Zuchtbock (T-Linie) eingekauft. Sie bewohnen jetzt den Stall auf der Streuobstwiese hinter dem Haus, sind äußerst zutraulich und auch etwas verrückt!
Die erste Melksaison haben wir ebenfalls schon erfolgreich hinter uns gebracht. „Rita“, das ältere Schaf, bekam im Frühjahr Bock-Zwillinge und wurde dann von Mai bis September 2021 gemolken.


Die weibliche Nachzucht von 2022 und 2023 behalten wir komplett und so ist unsere Krainer Herde auf 8 Damen plus Bock gewachsen. Wir streben die Mitgliedschaft in der Bayerischen Herdbuchgesellschaft an. Unsere Muttertiere und der Zuchtbock stammen ja bereits aus Herdbuchzuchtbetrieben.
Ende 2024 sind wir mit beiden Rassen in die Herdbuchzucht eingetreten. Das heißt, nur noch gekörte Böcke kommen zum Deck-Einsatz und die Nachzucht wird jedes Jahr von offizieller Stelle mit Noten für Wolle-Bemuskelung-Erscheinungsbild bewertet. In der Lammsaison ist genaue Dokumentation angesagt. Jedes Neugeborene wird eindeutig mit einer kleinen Stallohrenmarke markiert und gewogen. Nach 42 Tagen kommen dann die Lämmer erneut auf die Waage, um die Tageszunahmen zu erfassen. Und wer ein Deckbock werden will, wird noch einmal im Alter von 100 Tagen gewogen.
Derzeit besteht unsere Krainer Herde aus 10 Mutterschafen, 3 Einjährigen, die dieses Jahr zum ersten Mal gedeckt werden sollen, und dem neuen Deckbock Walnuss (W-Linie) aus der Zucht von Laura Butz. Er war im Herbst sehr fleißig und hat uns 2026 20 Lämmer beschert.





